SM in der Wahl und Mindestlohn

Politisches Frühstück - 08.09.2017
Politisches Frühstück – 08.09.2017
  • Social Media der Parteien in der Wahl
  • Mindestlohn, die Höhe und die Auswirkungen

Social Media der Parteien in der Wahl

Alle Parteien fahren mit dem als extrem wichtig befundenen Social Media Zug. Keiner bestreitet heute mehr die Bedeutung des Mediums und Werkzeuges in der Ansprache der Wähler?

Analysen zeigen ein differenziertes Bild. Wie wichtig finden die Wähler die Relevanz der Social Media Aktivitäten der Parteien.

Ein geringer Teil der Wähler sieht in den Social Media Aktivitäten eine große Bedeutung bei der Wahlentscheidung. Die Aktionen der Parteien in den SM Plattformen verpuffen. Handwerkliche Fehler stehen an erster Stelle für den mangelnden Nutzen.

Weder die Zielgruppe wird analysiert noch gibt es Erfahrungen über die Wirkungen und Erfolge der Kampagnen. Es ist mehr Raten, Schätzen und Vermuten über die gewünschten Reaktionen beim Wähler.

Die Zielgruppen werden nicht analysiert. Daten über die Vorlieben, das Geschlecht und Interessen müssen aktuell ausreichen um per Anzeige Interesse zu wecken.

  • Es ist kein nachhaltiger Wahlkampf.
  • Das ist Marketing auf der untersten Stufe.
  • Dies ist unethische Wählermanipulation.

Diese drei Effekte sind mit die schlimmsten, die eine Kampagne zum Verlust der Glaubwürdigkeit führen. Die Zielgruppen fühlen sich nicht verstanden. Sie werden falsch und sehr statisch nach SM Lehrbuch angesprochen.

Ein Review oder Auswertung der Erfolge findet kaum oder nur mangelhaft statt. Es fehlen die Tools zur Messung des Erfolges.

Reine Follower oder Liker sind noch kein Indiz für die Überzeugung oder Bestärkung von Wählern eine Partei oder einen Kandidaten zu wählen.

Hier rächt sich die mangelnde Betreuung der Stammwähler und Bürger über den gesamten Zeitraum der Legislaturperiode. Die Behauptung, die Wahl wird in den letzten vier Wochen entschieden, ist reine Selbstbeweihräucherung.

Es liegen dafür keine Nachweise vor. Rein das Interesse der Wähler zeitnah vor der Wahl erzeugt einen größeren Effekt und Aufmerksamkeit. Das bedeutet aber nicht, dass der wirkliche Wahlkampf nur vier Wochen vor der Wahl stattfindet.

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Mindestlohn, die Höhe und die Auswirkungen

Das Thema Mindestlohn wird wie eine goldene Kuh durch das Dorf der Politik getrieben. In dem Versuch, mit dem Thema nicht vertraute Wählerschichten zu gewinnen, werden alle möglichen Zahlen kolportiert.

Nun zeigt sich ein sehr interessanter Effekt. Steigt der Mindestlohn zu sehr, lohnt es sich Roboter und Automaten an Stelle von Arbeitern einzusetzen.

Das Problem dabei ist, dass der Effekt sich in Zukunft zuspitzen wird. Es wird immer mehr Mindestlohn für die Aufrechterhaltung der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben benötigt. Dadurch wird die Forderung nach höherem Mindestlohn viel öfter erhoben werden.

Die Komplexität der volkswirtschaftlichen Zusammenhänge lässt niemanden genaue oder verlässliche Zahlen nennen, ab der die Automatisierung rapide zunimmt.

Statistiken werden es in den nächsten Jahren zeigen, wie die Korrelation zwischen Mindestlohn und dem Grad der Automatisierung der Wirtschaftsbereiche sich entwickeln wird.

Die Folgen werden verheerend sein.

  • Abschaffung einfacher bis leichtkomplexer Tätigkeiten durch automatisierte Produktionssysteme.
  • Mangel an Arbeitsplätzen für unter- und normalqualifizierte Werktätige.
  • Zunahme der Multijobber und kreative Senkung der effektiven Stundenlöhne.

Gesellschaftlich ist das eine Katastrophe. Geschätzt sind das zwischen 5-10 Mio. gefährdete Arbeitsplätze.

Schneller als gedacht werden die Diskussionen nach dem bedingungslosen Grundeinkommen zunehmen.

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