Politisches Frühstück – 27.02.2019

  • Brandenburger Wahlen
  • 20 Millionen Wohnungen fehlen in jeder Stadt

Brandenburger Wahlen

2019 wird ein richtungsweisendes Jahr. In einschlägigen Zeitungen wird die Berliner SPD, beim Thema Wohnungen, schon mit dem Ende Honeckers verglichen. Kommt das auf uns in Brandenburg zu?

Die Parteien müssen sich etwas einfallen lassen, sich neu aufstellen und endlich Realpolitik betreiben. Dazu gehört Wissen. Dieses ist in den Altparteien nicht zu finden. Die Strukturen, das Personal und die Prozesse sind alt und falsch. Das ist schon wieder zweideutig. Soll dem Leser aber schon auffallen und selbst werten.

Partikuläre Interessen, wie prekäre Abhängigkeitsgehälter führen in den alten Parteien zu Schräglagen. Diese kann der Wähler nicht sehen oder erkennen. Diese Verhältnisse lähmen, wie in der SPD, auch ähnliche Parteistrukturen.

Für uns Bürger ist das gefährlich. Abgeordnete, die ihren Freunden verpflichtet sind werden keine gute Politik betreiben können. In Zukunft werden wir diesen Blog erweitern um exemplarische Fälle in der Potsdamer und Brandenburger Politik, die auf genau diese Missstände mit spitzem Stift zeigen werden.

Los geht es mit den Potsdamer Kommunalwahlen am 26. Mai. Über 30 seitige Wahlprogramme versuchen einen hier zu erschlagen. Inhaltlich mit Phrasen aus der Schatulle der letzten Jahre gespickt, nichts Konkretes und absolut schwer verständlich. Kurzum also eine Zumutung.

Viele Forderungen sind in den Programmen enthalten. Lösungen sind selten zu ersehen. Sollte es daran liegen, dass nicht ausreichend Fachkompetenzen bei den Schreibern vorliegen oder sind die Entstehungsprozesse der Papiere verkrustet. Es wird fleißig aus 2014 wiederverwendet.

Mir hat der Antrag von dieAndere in der Potsdamer SVV gefallen. Phrasenschwein für protokollfüllende Floskeln. Eine so geniale wie spitzfindige Idee. Hier freue ich mich schon auf mehr !!!

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20 Millionen Wohnungen fehlen in jeder Stadt

Es fehlen immer wieder die Wohnungen. Besonders Sozialwohnungen sind nicht zu erhalten. Jeder scheint genau diesen Typus an Wohnung zu vermissen.

Nicht erwünscht sind bei den Bürgern diese „Luxuswohnungen“, welche besonders lukrativ zu sein scheinen. Zu viel Wohnraum für zu wenige, oder gar nicht anwesende, ist Verschwendung.

Nun haben wir zwei Standpunkte und immer noch diesen Mangel. Logische Konsequenz – es fehlen mindestens 20 Millionen Wohnungen in jedem Stadtteil. Für Babelsberg kann ich sagen, es müssen mehr fehlen.

So viele, wie nach Babelsberg strömen und hier wohnen wollen, da benötigen wir noch mehr Wohnungen. Es gibt nur einen Haken. Wo sollen diese ganzen Wohnungen hin?

Verdichtung? Ist auch keine Lösung. Weniger Parkplätze anbieten? Das versuchen die lokalen Politiker schon in ihren Wahlprogrammen. Mal sehen, welcher Bürger sich „umerziehen“ lässt und weniger Auto kauft.

Es scheint mir, dass dieser spezifische Wohnungsmangel ein überdimensionales Konjunktur Programm ist. Keine Branche hat diesen Bedarf an Produkten zu verzeichnen.

Eigentlich ist es ganz einfach. Wir stellen eine simple Forderung in den Raum, der sich eigentlich keiner wiedersetzen kann. Dann haben wir schon ein Bedürfnis und somit Legitimation dieses zu fordern.

Nun kommen bloß diese Mathematik und Geometrie dazwischen. Wer kann berechnen, ob alle Menschen, die es wünschen, dort wohnen können wo sie wollten?

Wer kann errechnen oder zeichnen, ob alle fehlenden Wohnungen auf eine begrenzte Fläche passen und immer noch die Sichtachsen, die Parks, die vielen schönen Dinge und Straßen und Transportwege vorhanden sind?

Irgendwie scheint das nicht zu passen.

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